Das "Günther Messner" Hochferner Biwak
Errichtung des Hochferner Biwak
Das Biwak Ende September
http://www.trekking.suedtirol.info
Ideal als Ausgangspunkt für die Pfitscher Eiswände
Schnee im gut verschlossenen Biwak
Nach der Eisübung am Griesferner


Im hintersten Pfitschertal, dort wo keine Straße mehr hinführt, steht auf 2529 Meter Meereshöhe das Hochferner-Biwak. Es wurde 1972 von der AVS-Sektion Sterzing unter Mitarbeit der Bergrettung am Wandfuß der Hochferner-Nordwand errichtet.
Benannt wurde es nach dem am Nanga Parbat verschollenen Bruder von Reinhold Messner.


1999 wurde die Biwakschachtel erneuert.
Das Wetter des Hochgebirges hatte der alten Behausung so sehr zugesetzt, dass auch ständige Reparaturen die vielen Mängel nicht mehr beseitigen konnten. Darum wurde die alte komplett abmontiert und eine neue aufgestellt.


Das Biwak dient mehreren Zwecken. Hauptsächlich wird es von Bergesteigern als Ausgangspunkt für die Steileistouren am Hochferner, Griesferner und Hochfeiler genutzt. Dazu ist es mit 9 Schlafplätzen ausgestattet. Es dient aber auch als Schutz für Bergsteiger und Wanderer im Falle eines Schlechtwettereinbruchs.
Nicht zuletzt verwendet es die Bergrettung als Stützpunkt bei Rettungseinsätzen. Dazu wurde etwas oberhalb des Biwaks auch ein Hubschrauberlandeplatz eingerichtet.


Erreichbar ist das Biwak in etwa 1 Stunde Fußmarsch von der 5. Kehre der Pfitscherjochstraße aus (Wege Nr. 7A – 7). Allerdings darf mit dem Auto nur mehr bis zur 4. Kehre gefahren werden, weshalb das Fahrzeug an der 3. Kehre, Parkplatz Hochfeilerhütte, abgestellt werden muss. Von dort erreicht man das Biwak in rund 2 Stunden (Weg Nr. 7).

Für interessierte, die das Biwak sicher auf verschiedenen Karten finden wollen, hier die GPS-Koordinaten (UTM 32): Ost: 705.726 - Nord: 5.207.179

Die nebenstehende Karte wurde auf der der Seite www.trekking.suedtirol.info erstellt.


Nicht nur als Lager für Klettertouren sondern auch als Ziel für eine kurze Tageswanderung ist das Biwak sehr lohnenswert. Der Weg dorthin führt vorbei an wunderschöner alpiner Flora und Fauna hinauf auf die Moränen bis nahe unter die beeindruckenden Eiswände der Pfitscher Gletscher.


Die Bergrettung Sterzing hat es sich seit der ersten Errichtung der Biwakschachtel zur Aufgabe gemacht, diese zu warten.
Seit rund 40 Jahren steigen in den Sommermonaten alle 14 Tage Mitglieder unserer Rettungsstelle zum Biwak auf und kontrollieren dessen Zustand. Es wird sauber gemacht, aufgeräumt und kleinere Reparaturen werden durchgeführt. Sogar der Müll ins Tal gebracht; auch wenn es heute selbstverständlich sein sollte, dass jeder seinen Dreck wieder selber mit nach unten bringt.


Wenn alle das Biwak so hinterlassen wie sie es vorfinden, dann wird es noch vielen Bergsteigern Schutz bieten und seinen Besuchern in guter Erinnerung bleiben.