Lawinenseminar 2012

Bericht über den Seminarabend am 30. November 2012
Teilnehmer treffen ein
Sarah Bernardi und Franz Kröll
Ausfüllen der Gewinnlose
Der Saal ist fast voll
Peter und Sarah eröffnen den Abend

"Momente zwischen Leben und Tod"

Mit dieser Überschrift eröffnete einige Tage nach dem Seminarabend des 10. Sterzinger Lawinenseminars die Tageszeitung "Dolomiten" den Artikel, in welchem ausführlich über die 3,5 Stunden im Sterzinger Stadttheater berichtet wurde.
Nachfolgend, in leicht abgeänderter Form, der Inhalt des Artikels:

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Namhafte Referenten, eine patente Moderatorin und ein Rahmenprogramm, das allen Anforderungen gerecht wurde: Das 10. Sterzinger Lawinenseminar hielt einmal mehr, was es versprach.

Pünktlich zum Winterbeginn leistete der Bergrettungsdienst Sterzing zum wiederholten Mal einen wertvollen Beitrag für mehr Sicherheit am Berg.
Unter dem Motto "Wissen bedeutet viel - entscheidend ist die Anwendung" leitete der Ausbildungsleiter der Südtiroler Bergführer, Maurizio Lutzenberger, mit seinem Kurzreferat "Nur 15 Minuten! - Grenzen der Kameradenrettung" den Seminarabend ein.

Anhand eines dargestellten Lawinenunglücks dokumentierte er den Ablauf des rund fünfzehnminütigen Wettlaufs gegen die Zeit, der letztendlich über Leben und Tod entscheiden kann.
Auf Prävention statt Intervention waren Schwerpunkt und Focus der beiden Vorträge gerichtet.
Franz Kröll, Berg- und Schiführer aus Kufstein, erklärte die Anwendung von ABS-Rucksäcken mit Lawinenairbag. Dieser kann ein wirksames Selbst-Rettungsmittel sein, um in einer Lawine oberflächennah zu bleiben.

Die Aufforderung "Denke wie eine Lawine" kam vom Hauptreferenten des Abends, der sich mit dem Thema Lawinen wie kaum ein anderer beschäftigt: Stephan Harvey. Die Feststellung des Geografen, Bergführers und Lawinenexperten des Schweizer WSL-Forschungsinstitutes war ebenso ernüchternd wie aussagekräftig: "Der Mensch ist meist selbst der Verursacher der Lawine"; 90 Prozent der Skifahrer, Freerider oder Tourengeher lösen laut Harvey ihre Lawine nachweislich selbst aus.
Obwohl für die Beurteilung der Lawinengefahr im Gelände zahlreiche Informationen, Daten und Tools zur Verfügung stehen, bedarf es einiger wichtiger Grundlagen zur optimalen Umsetzung. Harveys zweiteiliger Vortrag, durch unterschiedliche "Brillen" einerseits prozessorientiert, andererseits risikodenkend betrachtet, enthielt alle "Zutaten", die zu einer Lawinenbildung beitragen bzw. notwendig sind.

"Risikofaktor Nummer eins ist und bleibt das eigenen Verhalten, deshalb dürfen wir unsere Augen und Ohren dort oben nicht verschlossen halten", legte er am Ende seines Vortrages allen Teilnehmern ans Herz.
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Soweit die Berichterstattung in der Tageszeitung.
Weitere Auskunft über den Verlauf des Seminarabends geben auch die Bilder.


Noch mehr Wissenswertes über das Lawinenseminar der Bergrettung Sterzing gibt es auf der Seite mit den Informationen zum Praktikum am Jaufen.

Maurizio Lutzenberger referiert Franz Kröll referiert Franz und Stephan: Mikrophonprobe Stephan Harvey
Frische Luft in der Pause Informationen aus erster Hand Verlosung wertvoller Sachpreise Diskussion mit dem Lawinenforscher