Lawinenseminar 2014

11. Sterzinger Lawinenseminar 2014

SEMINARABEND: Freitag, 28. November 2014 - Stadttheater Sterzing - Eintritt frei - keine Anmeldung erforderlich.

Plakat Lawinenseminar 2014
Der Seminarabend ist vorüber. Bei rund 500 Besuchern im Stadttheater kann man dies sicher als "erfolgreich" bezeichnen. Ganz besonders unter der Berücksichtigung, dass in den letzten Jahren landauf landab immer mehr Initiativen dem Beispiel der Bergrettung Sterzing folgen und Veranstaltungen mit sehr ähnlichem Inhalt anbieten. Den Bericht über den Seminarabend und auch Bilder kann man hier finden.

facebook Seite
Diese Veranstaltung kann auch auf facebook gefunden werden: Lawinenseminar 2014 auf facebook.
Wir würden uns freuen, wenn viele auf unserer neuen facebook-Seite den "Gefällt mir" Schalter klicken würden, denn dadurch wird die Veranstaltung vielen Leuten bekannt gemacht.


Das PRAKTIKUM hat am Samstag, 10. Januar 2015 stattgefunden.
Wie auch in den letzten Jahren, waren alle verfügbaren Plätze für das Praktikum wenige Stunden nach dem Seminarabend belegt.
Praktikum LS-2014


Das Projekt

Seminarabend
Unser Projekt „11. Sterzinger Lawinenseminar 2014“ stellt die Fortsetzung von bereits zehn erfolgreich durchgeführten Veranstaltungen dieser Art dar.
Seit dieses Seminar im Zweijahresrhythmus im Sterzinger Stadttheater abgehalten wird, ist es jedes Mal durch renommierte Referenten und aktuelle Inhalte gelungen, den Saal mit rund 600 Besuchern aus allen Landesteilen voll zu besetzen. Die Tatsache, dass über die Hälfte aller Teilnehmer nicht aus dem Bezirk Wipptal, sondern aus den restlichen Bezirken Südtirols und sogar außerhalb stammten, zeigt den großen Stellenwert, welche solche Veranstaltungen mittlerweile erlangt haben. Nicht nur Skitourengeher und Winterbergsteiger wollen sich auf den neuesten Wissensstand bringen, sondern genauso Snowboarder und Skifahrer. Auch viele Bergrettungs- und Alpenvereinsmitglieder sowie Bergführer und auch Skilehrer waren anwesend. Besonders auffallend: viele der Besucher waren Jugendliche. Dies unterstreicht eindrucksvoll, dass Sportarten wie Skitourengehen, Freeriden, Snowboarden oder auch Schneeschuhwandern, kurzum alle Aktivitäten im freien Schneegelände, unter den jungen Leuten großen Zuspruch finden.
Die Veranstaltung soll auch heuer wieder aus einem Seminarabend (Ende November 2014) und einem praktischen Trainingskurs im Gelände (Januar 2015) bestehen. Wir wollen erreichen, dass den Teilnehmern eine tiefer gehende Betrachtung eines der wichtigsten Themen im Zusammenhang Lawine ermöglicht wird. Es geht primär um das Erkennen von Gefahren und darauf anwendbares, angemessenes Verhalten. Unverzichtbar ist selbstverständlich die Information und Aufklärung in Hinsicht auf Sicherheitsausrüstung und der direkt damit zusammenhängenden Kameradenrettung.

Die Zielsetzung

Praktikum am Jaufen
Bei der Tätigkeit im Bergrettungsdienst wird jedem Beteiligten schnell bewusst, wie machtlos man im Grunde als Retter bei einem Lawinenunfall ist.
Deshalb gilt es vor allem im Vorfeld durch Sensibilisierung für die Gefahren solche Unfälle zu vermeiden bzw. die eventuell davon Betroffenen darauf vorzubereiten, sich selbst helfen zu können. Vermitteln von Kenntnissen der Lawinenkunde, Sensibilisierung des Einzelnen für die Gefahren des winterlichen Hochgebirges, und vor allem sicheres Skibergsteigen und richtige Verhaltensweisen vermitteln, dadurch die Anzahl der Lawinenunfälle und somit Lawinentote zu vermindern. Aus diesem Grund veranstaltete der Bergrettungsdienst im AVS Sterzing im Sinne der Lawinenunfallprävention bereits zehn erfolgreiche Sterzinger Lawinenseminare. Es geht nicht darum die Vereinskasse zu füllen! Darum sind beide Termine, Seminarabend und praktischer Trainingskurs, allen Teilnehmern kostenlos zugänglich; eine freiwillige Spende soll helfen, die großen Unkosten zu decken.

Die Referenten

Peter Plattner

Peter Plattner

Chefredakteur bei bergundsteigen, Alpinsachverständiger, Berg- und Skiführer






Walter Wuertl

Walter Würtl

Chefredakteur bei analyse:berg, Alpinsachverständiger, Berg- und Skiführer.






Der Vortrag „Kann man aus Lawinenunfällen lernen?"

Die beiden Referenten gehen in ihrem Vortrag genau der Titelfrage nach. Ist die Antwort darauf „ja“ oder sind es letztlich doch immer die nicht einzuschätzenden ungünstigen Umstände, die zum Lawinenunglück führen? Als Sachverständige für Alpinunfälle aber auch als Bergführer und aktive Tourengeher stellen sich die Vortragenden immer wieder Fragen wie: Wäre mir das auch passiert? Hätte ich die Lawinengefahr erkennen können? Wurden schwere Fehler gemacht?
Anhand der Analyse verschiedener Unfälle werden Unfallmuster herausgearbeitet bzw. die Umstände beleuchtet, sodass sich jeder Zuhörer selber ein Bild darüber machen kann, ob man aus dem Verhalten anderer - das zu einem Unfall geführt hat - lernen kann oder es in den meisten Fällen einfach nur Pech ist.

Der Referent zum Thema Airbag

Franz Kröll

Franz Kröll

Mitarbeiter bei ABS System und dort für Produktentwicklung zuständig.
Arbeitet auch als Berg- und Skiführer und als Ausbilder, z.B. beim Bergrettungsdienst.

Titel des Vortrags: "Der Lawinen-Airbag"
Wirksames Selbst-Rettungsmittel oder doch Risiko erhöhende Ausrüstung für Schneesportler? Funktionen – Selbstschutz – Analyse.


Der Referent zum Thema Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS)

Dieter Kotlaba

Dieter Kotlaba

Verantwortlich für die Entwicklung der Lawinenrettungsausrüstung bei ORTOVOX.
Passionierter Freerider und Skitourengeher

Titel des Vortrags: "Kameradenrettung – Jede Sekunde zählt"




Die Einladung und das Programm

Einladung und Information Lawinenseminar 2014



In dieser Einladung finden Sie alle Informationen nochmals kompakt auf einer Seite.

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Danke!







Viel Arbeit für ein Ziel - Schlussbericht

Lawinenseminar Schlussbericht
Auch für das 11. Sterzinger Lawinenseminar waren aufwendige Vorbereitungen notwendig und was Sponsoren und Bürokratie betrifft, hatte sich gegenüber den vergangenen Jahren nichts geändert: es bedeutet viel Arbeit und Überzeugungskraft. Doch wir sind immer noch der Meinung, dass sich die ganzen Genehmigungen, Ansuchen, Amtswege, Plakate, Flugzettel, Texte, Rundschreiben, Presseaussendungen und Emails am Ende bezahlt machen.

Was die ganze Arbeit gebracht hat, was am Ende dabei herausgekommen ist, das kann der Schlussbericht verdeutlichen.