Lawinenseminar 2014

Bericht über den Seminarabend am 28. November 2014
Dieter Kotlaba und Sarah Bernardi
Walter Würtl und Franz Kröll
Walter Würtl und Peter Plattner
Der Saal ist fast voll
Die Verlosung von Sachpreisen

"Bei Lawinenunfall zählt jede Sekunde"

Mit dieser Überschrift eröffnete am 2. Dezember die Tageszeitung "Dolomiten" den Artikel, mit welchem ausführlich über den Seminarabend im Sterzinger Stadttheater berichtet wurde.
Nachfolgend, in leicht abgeänderter und gekürzter Form, der Inhalt des Artikels:

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Nach Begrüßung der etwa 500 Seminarteilnehmer aus allen Landesteilen und Nordtirol durch den Rettungsstellenleiter Peter Payrer führte die Moderatorin Sarah Bernardi professionell und kurzweilig durch das Programm.

Zum Seminar wurden wieder Top-Referenten eingeladen. Den Beginn des Vortragsreigens machte Dieter Kotlaba, begeisterter Tourengeher, Freerider und Entwickler von Lawinenrettungsausrüstungen. In seinem Vortrag "Kameradenrettung - Jede Sekunde zählt" stand die Suchsystematik im Zusammenhang mit dem Lawinenverschüttetensuchgerät im Vordergrund. Besonders wichtig sei, dass vor der Tour das Verhalten im Notfall durchgesprochen wird. Nur durch ein koordiniertes Handeln könne die Technik wirksam werden.
Diesen Ausführungen folgte Franz Kröll, der sich in seinem Vortrag speziell mit dem Lawinen-Airbag beschäftigte. Er behandelte die Frage, ob der Airbag ein wirksames Selbst-Rettungsmitel sein kann oder eher die Risikobereitschaft erhöhe. Mit eindrucksvollen Zahlen demonstrierte Kröll die Wichtigkeit eines Lawinen-Airbags. Aber: Ein Airbag ist keine Lebensversicherung, sondern ein Teil in der Sicherheitskette.

Mit viel Schwung präsentierten Peter Plattner und Walter Würtl ihr Thema "Kann man aus Lawinenunfällen lernen?". Beide sind als Bergführer, Tourengeher und Sachverständige für Alpinunfälle aktiv und beleuchteten anhand konkreter Lawinenunfälle die dafür verantwortlichen Verhaltensmuster der Beteiligten. In Ihren Aussagen recht drastisch, führten sie den Seminarteilnehmern anhand konkreter Unfälle die Konsequenzen falschen Verhaltens vor.
Sie berichteten weiter, dass es mit der vielbeschworenen "Bergkameradschaft" nicht mehr weit her sei. "Ich will die beste Abfahrt, ich will den besten Schnee", sei für viele Lawinenunfälle verantwortlich, meinten die beiden Referenten und fragten ein bisschen provokant: "Lernen wir nur durch den eigenen Schmerz?".

Beim Lawinenseminar wurden von Peter Payrer, Roland Thaler (Raika) und Sarah Bernardi Sachpreise und Sicherheitsausrüstungen verlost. Als Hauptgewinn gab es einen Lawinen-Airbag der Firma ABS.
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Soweit die Berichterstattung in der Tageszeitung.
Weitere Auskunft über den Verlauf des Seminarabends geben auch die Bilder.


Noch mehr Wissenswertes über das Lawinenseminar der Bergrettung Sterzing gibt es auf der Seite mit den Informationen zum Praktikum am Jaufen.

Peter Payrer und Sarah Bernardi Angeregte Diskussionen