Wachbereich
Wachbereich
Unter Wachbereich versteht man die Ausdehnung des Gebietes für das eine Wache, in unserem Fall die Bergrettung, zuständig ist. Dieses Gebiet ist nicht gleich dem Einsatzgebiet, denn das erstreckt sich über ganz Südtirol und darüber hinaus. Der Wachbereich der Bergrettung Sterzing umfasst die Gemeindegebiete von Sterzing, Pfitsch und Freienfeld. Die Grenzen der Wachbereiche und Gemeinden decken sich im Westen nicht zu 100%, da die Grenzziehung nicht nach politischen sondern rettungstechnischen Kriterien erfolgte.
Die Grenzen der Wachbereiche wurden für alle Rettungsorganisationen (Feuerwehren, Rettungsdienste Weißes und Rotes Kreuz, Bergrettung), welche von der Landesnotrufzentrale ( Amt für Zivilschutz ) koordiniert werden festgelegt, damit es zentral möglich ist, die geeignetsten Rettungskräfte am sinnvollsten zu disponieren.
Einsatzgebiet
Wie bereits erwähnt, erstreckt sich das Einsatzgebiet weit über den Wachbereich hinaus. Wenn wir diesen für einen Rettungseinsatz verlassen, dann erfolgt das in den meisten Fällen um eine unserer Nachbarrettungsstellen zu unterstützen. Außer der Rettungsstelle Bozen/Sarntal und jener von Sand in Taufers, gehören alle angrenzenden Rettungstellen mit Sterzing gemeinsam zum Bergrettungsbezirk "Wipptal"; dies sind Gossensaß/Pflersch, Ridnaun/Ratschings, Vintl und Brixen
Es kommt aber auch vor, dass wir zu Einsätzen gerufen werden, die weiter entfernt sind. Das kann dann der Fall sein, wenn es sich um Rettungsaktionen von langer Dauer z.B. Suchaktionen über mehrere Tage, oder um Unglücke besonders großen Ausmaßes handelt z.B. Großlawinen oder Erdbeben.
CNSAS
CNSAS
CNSAS steht für Corpo Nazionale Soccorso Alpino e Speleologico (dt. "Nationales Berg- und Höhlenrettungskorps"). Auch in Sterzing gibt es eine Rettungsstelle des CNSAS. Im Jahre 2000 ist es gelungen ein Pilotprojekt ins Leben zu rufen, welches den "Wettlauf" zwischen den deutsch- und italienischsprachigen Bergrettern beendet hat. Vorher war es so, dass beide Organisationen den Anspruch erhoben, für den Wachbereich zuständig zu sein. Eine Zeit lang war eine Regelung in Kraft, durch welche die beiden Rettungsmannschaften abwechselnd zu Hilfe gerufen wurden. Dies war aber für alle Beteiligten nicht zufriedenstellend und zum Teil erfuhren daraus sogar die in die Unfälle verwickelten Personen Nachteile.
Aus diesem Grund setzen sich die Funktionäre zusammen und konnten eine Einigung finden, alle Einsätze gemeinsam zu machen. Nicht der Politik, sondern den Bergrettern, allen voran den beiden damaligen Rettungsstellenleitern Hubert Trenkwalder und Alberto Covi, ist es zu verdanken, dass seit nunmehr über 10 Jahren bei einer Rettungsaktion der Bergrettung Sterzing wieder die in Not geratenen Menschen im Vordergrund stehen.